Öffentliche Reviews können schnell als Trust Signal verstanden werden. Die aktuelle Umsetzung kann Review-Inhalte moderieren, aber Moderation ist nicht dasselbe wie Verifikation.
Stärkere Aussagen wie verified review, reviewed patient feedback oder ähnliche Claims brauchen einen definierten Prozess dafür, wann eine Review mit einem echten Kontakt, einer zulässigen Quelle oder einem geprüften Nachweis verbunden ist.
findmydoc braucht ein dokumentiertes und implementierbares Anforderungsset dafür, wann öffentliche Review-Claims erlaubt sind.
Das Team soll unterscheiden können zwischen:
- moderierten Reviews, die inhaltlich freigegeben sind
- verifizierten Reviews, die eine zusätzliche Nachweisprüfung bestanden haben
- Review-Daten, die zwar intern existieren, aber nicht für stärkere öffentliche Claims genutzt werden dürfen
-
Claim-Integrität Öffentliche Review-Copy darf keine Verifikation behaupten, wenn nur Moderation stattgefunden hat.
-
Quellennachvollziehbarkeit Jede verifizierte Review braucht eine gespeicherte Quelle oder interne Referenz.
-
Datenschutz Patientenkontakte oder private Nachweise dürfen nicht öffentlich ausgeliefert werden.
-
Auditierbarkeit Das System muss beantworten können, wer eine Review verifiziert hat, wann das passiert ist und auf welcher Grundlage.
-
Trennung von Moderation und Verifikation Inhaltsfreigabe und Trust-Verifikation müssen unterschiedliche Zustände bleiben.
-
Runtime Enforcement Starke Review-Claims müssen durch Runtime-Logik gesteuert werden, nicht nur durch redaktionelle Disziplin.
-
Fail-safe Verhalten Fehlende oder ungültige Verifikation muss auf neutrale Review-Darstellung zurückfallen.
-
Kompatibilität mit bestehenden Daten Bestehende Reviews dürfen nicht automatisch als verifiziert gelten.
-
Operative Wartbarkeit Der Prozess muss wiederholbar sein und darf keine versteckte manuelle Konvention bleiben.
-
Aggregationsgrenze Diese Aufgabe definiert Review-Verifikation. Rating-Aggregation, Filter und Sortierung werden in einem eigenen Task geregelt.
ReviewsPatient feedbackApproved reviews- neutrale Sterne- oder Review-Anzeige, wenn klar nicht als verifiziert behauptet
Verified reviewsReviewed patient feedbackChecked patient reviews- Review-Claims, die Patientenkontakt oder Prüfung implizieren
Jede verifizierte Review sollte mindestens haben:
- Moderationsstatus
- Verifikationsstatus
- Quellentyp
- interne Evidenzreferenz
- Verifikationszeitpunkt
- verantwortliche prüfende Person oder Rolle
- abgeleitete Public-Eligibility für stärkere Review-Claims
Ohne diesen Mindeststandard sollten Review-Claims neutral bleiben.
Der naheliegende Ort ist reviews oder ein separater Review-Evidence-Record, wenn Nachweise aus Datenschutz- oder Lifecycle-Gründen nicht direkt an der Review gespeichert werden sollen.
| Schema-Feld | Wofür ist es da? | Warum braucht man es? | Warum ggf. nicht oder nur optional? |
|---|---|---|---|
reviewModerationStatus |
Trennt Inhaltsmoderation von Trust-Verifikation. | Eine Review kann moderiert, aber nicht verifiziert sein. Beide Zustände dürfen nicht vermischt werden. | Falls bereits ein Moderationsfeld existiert, muss es nicht neu angelegt, aber klar weiterverwendet werden. |
reviewVerificationStatus |
Status, ob die Review als verifiziert gelten darf. | Öffentliche Verified review Claims müssen an diesen Status gebunden sein. |
Nicht nötig, wenn findmydoc bewusst nur unverified Reviews mit neutraler Sprache zeigt. |
reviewSourceType |
Beschreibt, woher die Review stammt oder wie sie eingegangen ist. | Hilft zu prüfen, ob die Review mit einem echten Patientenkontakt verknüpft werden kann. | Bei Datenschutzgrenzen kann der Quellentyp grob bleiben. |
reviewEvidenceReference |
Interne Referenz auf Nachweis oder Patientenkontakt. | Macht die Verifikation auditierbar. | Kann nur eine interne ID sein, wenn direkte Nachweise nicht in Payload liegen sollen. |
reviewVerifiedAt |
Zeitpunkt der Verifikation. | verified Claims brauchen ein Prüfdatum. |
Optional, wenn reviewVerificationStatus nie öffentlich benutzt wird. |
reviewVerifiedBy |
Prüfer oder prüfende Rolle. | Verhindert nicht nachvollziehbare manuelle Freigaben. | Eine Rolle kann reichen, wenn keine personenbezogene Reviewer-Historie gewünscht ist. |
publicReviewClaimTier |
Abgeleitete öffentliche Review-Claim-Stufe, z. B. neutral oder verified. |
Das Frontend soll nicht selbst aus Moderations- und Evidenzfeldern interpretieren. | Kann virtuell bleiben, wenn eine zentrale Eligibility-Funktion genutzt wird. |
UI-Komponenten sollten nicht selbst aus einzelnen Evidenzfeldern ableiten, wie stark ein Review-Claim sein darf. Dafür sollte es eine serverseitige Eligibility-Funktion geben, zum Beispiel:
isReviewVerified(review)getPublicReviewClaimTier(review)
Vorgeschlagenes Verhalten:
hiddenReview ist nicht öffentlich freigegeben.neutralReview ist moderiert und darf neutral angezeigt werden.verifiedReview ist moderiert, verifiziert und hat eine nachvollziehbare Evidenzreferenz.
Alle öffentlichen Review-Flächen müssen Review-Eligibility prüfen, bevor Claims wie verified gerendert werden.
Vorgeschlagener Ansatz:
- Default ist neutrale Review-Darstellung.
verifiedwird nur gerendert, wenngetPublicReviewClaimTierdiese Stufe erlaubt.- Rating-Aggregation nutzt Review-Eligibility nur als Input und wird im Rating-Dokument separat geregelt.
Wenn der Prozess real sein soll, muss die Admin UI ihn unterstützen. Versteckte manuelle Konventionen reichen nicht.
Vorgeschlagene Workflow-Unterstützung:
- getrennte Admin-Hinweise für Moderation und Verifikation
- klare Beschreibung, welche Quelle als Review-Evidenz zählt
- Filter für nicht verifizierte, verifizierte und unklare Reviews
- keine automatische Verifikation bei Legacy-Reviews
Vorgeschlagener Ablauf:
- Neutrale Review-Anzeige beibehalten.
- Schema-Felder und internen Workflow hinzufügen.
- Nur Reviews backfillen, die echte Evidenz haben.
- Runtime-Gating für stärkere Review-Claims hinzufügen.
- Erst danach öffentliche
verifiedReview-Copy aktivieren.
Wichtige Regel:
- Keine Migration darf bestehende Reviews automatisch als verified markieren, wenn dafür keine echte Evidenz existiert.
- Moderation und Verifikation sind fachlich und technisch getrennt.
- Das Dokument definiert, wann stärkere Review-Claims erlaubt sind.
- Fail-safe Verhalten für fehlende oder unvollständige Evidenz ist definiert.
- Jede vorgeschlagene Feldrolle erklärt Zweck, Nutzen und mögliche Gründe gegen das Feld.
- Rating-Aggregation ist bewusst ausgelagert.
- Finale Copy-Freigabe.
- Legal Sign-off.
- Sofortige Implementierung der Review-Verifikation.
- Rating-Sortierung, Rating-Filter und Rating-Aggregation.
- Demo-Seed Cleanup oder Storybook-only Content.